Privatklinik für Plastische & Ästhetische Chirurgie

Implantatwechsel & Implantatentfernung

Auch wenn Sie sich vor Ihrer Brustvergrößerung viele Gedanken um die Größe Ihrer neuen Brust gemacht haben: Durch veränderte Lebensumstände, eine Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen kann im Laufe des Lebens der Wunsch nach einer Veränderung der Brustgröße bzw. der Implantatgröße aufkommen. Auch kann ein vorzeitiger Implantatwechsel oder ein Entfernen der Brustimplantate indiziert sein, wenn z. B. ältere Implantate eingesetzt wurden oder Anzeichen für eine Ruptur des Implantats oder eine Kapselfibrose (Verformung, Schmerzen, Missempfinden) bestehen.

Zwei Fachärzte. Vier Augen. Vier Hände.

Vier-Augen-Prinzip

Zwei Fachärzte. Ein Ergebnis.

Bei AESTHETIKON wird auch der Implantatwechsel ausschließlich im Vier-Augen-Prinzip durchgeführt: Die Planung wird zu zweit geprüft und verfeinert, operiert wird zu viert – vier Augen für mehr Sicherheit, vier Hände für mehr Präzision.

Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-FischerFachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie Prof. Dr. med. Sebastian FischerFacharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie

Implantatwechsel in Mannheim & Heidelberg

Spezialisten für Ihren Implantatwechsel

Gerne stehen wir Ihnen in diesem Fall zur Seite. Wir im AESTHETIKON sind Spezialisten auf dem Gebiet der Brustchirurgie bzw. Brustvergrößerung mit Silikongelimplantaten und unterstützen Sie mit unserer Expertise und unserer langjährigen Erfahrung bei einem anstehenden Implantatwechsel. Hierbei legen wir bei der Behandlung besonderen Wert auf ein natürliches Aussehen der Brust nach dem operativen Wechsel der Implantate aus Silikon.

Das gemeinsame Arbeiten unserer beiden Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Fokus auf Brustchirurgie als Team ermöglicht es uns, auf Ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen und Ihnen zu einem harmonischen Körper zu verhelfen, mit dem Sie sich wieder rundum zufrieden und wohlfühlen können.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zum Thema Implantatwechsel (Wechsel oder Entfernung der Silikongelimplantate nach Brustvergrößerung) während Ihres Termins in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Implantatwechsel / Implantatentfernung.

Orientierung

Wechseln, entfernen oder entfernen und straffen – drei Wege

Wer über Implantate nachdenkt, die seit Jahren liegen, steht meist vor drei Möglichkeiten. Welche die richtige ist, hängt von Ihrem Gewebe, Ihrem Wunschergebnis und dem Grund für den Eingriff ab.

 Wann sinnvollErgebnis
ImplantatwechselWunsch nach anderer Größe oder Form, Ruptur, Kapselfibrose, sehr alte ImplantateVolumen bleibt erhalten oder wird angepasst; bei Bedarf zugleich Lagewechsel
Reine Implantatentfernunggutes, straffes Eigengewebe und ausreichend Drüsenkörpernatürliche Brust ohne Fremdkörper, kleiner als zuvor
Entfernung mit Straffung und/oder Eigenfettgedehnte Haut, abgesunkene Brust, dünner Weichteilmantel – der häufigste FallForm und Volumen ohne Fremdkörper

Der häufigste Irrtum ist die Annahme, das Implantat müsse einfach nur heraus. Nach Jahren mit einem Implantat ist die Haut gedehnt und der Drüsenkörper oft ausgedünnt – wird nur entfernt, bleibt eine leere, abgesunkene Brust zurück. Deshalb planen wir die Explantation in der Regel gemeinsam mit einer Bruststraffung, einer Autoaugmentation aus eigenem Gewebe oder einem Volumenaufbau mit Eigenfett.

Die Datenlage stützt dieses Vorgehen: In einer prospektiven Auswertung von 262 Eingriffen mit gleichzeitiger Explantation, Kapselentfernung und Straffung verbesserten sich sämtliche Lebensqualitätsdomänen signifikant – körperliches, psychisches und sexuelles Wohlbefinden ebenso wie Brustform und Erscheinungsbild – bei einer Komplikationsrate von 3,8 %.

Nach der Implantatentfernung

Volumen mit Eigenfett, Form durch Straffung

Wenn ein Implantat nach Jahren entfernt wird, fehlt anschließend genau das Volumen, das es getragen hat – am deutlichsten spürbar im Dekolleté, also im oberen Brustpol. Das ist der Bereich, den Frauen im Ausschnitt sehen und der über den Eindruck einer vollen oder leeren Brust entscheidet.

Dieses verlorene Volumen lässt sich mit Eigenfett sehr gut wieder aufbauen. Wir verwenden dafür CELT – Cell-Enriched Lipotransfer, eine Weiterentwicklung des klassischen Lipofillings, bei der durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren ein besonders hoher Anteil regenerativer Zellen und Fettstammzellen im Transplantat erhalten bleibt. Diese Zellen fördern die Bildung neuer Blutgefäße und damit die Einheilung; die Take-Rate liegt bei etwa 40 bis 60 Prozent. Gerade im oberen Pol schafft Eigenfett einen weichen, natürlichen Übergang, wie ihn ein Implantat an dieser Stelle nie erzeugt. Mehr dazu auf unserer Seite zur Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Volumen ersetzt keine Straffung

Ebenso wichtig ist die Abgrenzung: Eigenfett schafft Volumen, aber keine Anhebung. Ist die Brust nach Jahren mit Implantat abgesunken, muss zusätzlich gestrafft werden – zusätzliches Volumen allein würde das Absinken sogar verstärken. Ob und wie viel Straffung nötig ist, richtet sich nach dem Ausmaß der Ptosis. Fachlich wird sie nach der Klassifikation von Regnault eingeteilt, maßgeblich ist dabei allein die Lage der Brustwarze zur Unterbrustfalte:

  • Grad I – leichte Ptosis: Die Brustwarze steht auf Höhe der Unterbrustfalte. Häufig genügt hier der Volumenaufbau mit Eigenfett.
  • Grad II – mäßige Ptosis: Die Brustwarze steht unterhalb der Unterbrustfalte, aber oberhalb der untersten Brustkontur. In der Regel ist eine Straffung nötig, meist kombiniert mit Volumenaufbau.
  • Grad III – ausgeprägte Ptosis: Die Brustwarze steht deutlich unterhalb der Unterbrustfalte, am tiefsten Punkt der Brust und nach unten zeigend. Hier führt kein Weg an einer Straffung vorbei.
  • Pseudoptosis: Die Brustwarze steht korrekt, nur der untere Brustpol ist abgesunken und wirkt leer. Das ist die klassische Indikation für Eigenfett.

In vielen Fällen kombinieren wir beides in einem Eingriff: Straffung für die Form, Autoaugmentation aus eigenem Gewebe und CELT für das Volumen. Wo genügend Eigengewebe vorhanden ist, verlagern wir es nach oben und fixieren es dort, sodass wieder Fülle im Dekolleté entsteht. Das Ergebnis ist Form und Volumen ohne Fremdkörper.

Kongresse & Vorsitze

Wissenschaftlich aktiv in der Brustchirurgie

Prof. Kotsougiani-Fischer und Prof. Fischer sind als Referenten und Sitzungsvorsitzende auf den führenden Fachkongressen zur ästhetischen Brustchirurgie vertreten.

Prof. Kotsougiani-Fischer als Vorsitzende der Sitzung Brustrekonstruktion mit Eigengewebe beim DGPRÄC-Kongress 20222022 · DGPRÄC

DGPRÄC 2022 – Vorsitz „Brustrekonstruktion mit Eigengewebe"

Sitzungsvorsitz Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer · 42. Jahrestagung der DGPRÄC · 01.10.2022, Frankfurt a. Main

Prof. Kotsougiani-Fischer als Vorsitzende der Sitzung Ästhetische Brustchirurgie beim DGPRÄC-Kongress 2024Okt 2024 · DGPRÄC

DGPRÄC 2024 – Vorsitz „Ästhetische Brustchirurgie"

Sitzungsvorsitz Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer (mit M. Reichenberger & A. Arens-Landwehr) · 03.10.2024

Prof. Fischer hält eingeladenen Vortrag zu Sicherheit und Komplikationsmanagement beim Deutschen Chirurgenkongress 2025März 2025 · DCK

DGCH 2025 – Eingeladener Vortrag „Sicherheit & Komplikationsmanagement"

Referent Prof. Dr. med. Sebastian Fischer · Better safe than sorry in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie · 142. Deutscher Chirurgenkongress · 26.–28.03.2025, München

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ich bin unzufrieden mit meiner aktuellen Körbchengröße. Wie entscheide ich mich dieses Mal für das richtige Brustimplantat?

Hinweis: Eine 3D-Simulation ist beim Implantatwechsel und bei der Implantatentfernung nicht möglich – siehe dazu die Frage weiter unten. Der folgende Absatz beschreibt das Vorgehen bei der Erstplanung einer Brustvergrößerung.

Mit Hilfe unseres hochmodernen Vectra 3D-Simulationssystems lässt sich Ihr mögliches postoperatives Ergebnis sowie verschiedene Größen des Implantats bzw. der Implantate bereits während der Beratung visualisieren. Hierdurch lässt sich nicht nur die für Sie passende Implantat-Form, sondern auch eine geeignete Größe bestimmen. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch ausführlich zu den unterschiedlichen Implantaten und helfen Ihnen bei der Entscheidung zu einer neuen Körbchengröße.

Wann ist ein Implantatwechsel notwendig und erforderlich?

Brustvergrößerungen gehören zu den häufigsten Eingriffen der plastischen und ästhetischen Chirurgie. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass sich Frauen einige Zeit nach dem Eingriff eine Größenveränderung Ihrer Implantate wünschen. Dies ist in vielen Fällen auf die initiale Ungewissheit zurückzuführen, die die Patientin in der Regel zu kleineren Implantaten tendieren ließ. Im AESTHETIKON versuchen wir mit unserer präoperativen 3D-Visualisierung dieser Ungewissheit bestmöglich vorzubeugen. Dieses Verfahren senkt nachweislich die Rate an Implantatwechseln zum Zweck der Größenänderung. Dennoch können trotz bester Planung und Vorbereitung veränderte Lebensumstände oder Gewichtsveränderungen den Wunsch nach neuen Implantaten plausibel begründen. Ein vorzeitiger Implantatwechsel kann angezeigt sein, z. B. wenn ältere Implantate eingesetzt wurden, Anzeichen für eine Ruptur oder Kapselfibrose bestehen oder Sie sich mit den Implantaten unwohl fühlen.

Müssen Brustimplantate nach zehn Jahren routinemäßig gewechselt werden?

Nein. Moderne Silikonimplantate haben kein festes Verfallsdatum. In der Zehnjahresauswertung der Natrelle-Core-Studie trugen 81,8 % der Patientinnen am Studienende noch ihr ursprüngliches Implantat, bei einer Zufriedenheit von über 94 %. Solange Sie beschwerdefrei sind und die Kontrollen unauffällig bleiben, besteht kein medizinischer Anlass für einen Wechsel. Da Implantatdefekte jedoch meist unbemerkt verlaufen, empfehlen wir regelmäßige Kontrollen per Ultraschall oder MRT.

Woran erkenne ich, dass mein Implantat defekt ist?

In den meisten Fällen gar nicht – und genau das ist der Punkt. Bei modernen kohäsiven Silikongelen tritt kein Gel aus, die Brust verändert weder Form noch Konsistenz, und Beschwerden entstehen typischerweise nicht. Man spricht deshalb von einer „stillen Ruptur". Nachweisen lässt sie sich zuverlässig nur bildgebend per Ultraschall oder MRT. Warnzeichen, die immer abgeklärt gehören, sind eine plötzliche Formveränderung, eine neu aufgetretene Verhärtung, Schmerzen, eine Schwellung oder eine deutliche Seitendifferenz.

Was ist eine Kapselfibrose?

Bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten kann es im Rahmen von Langzeitkomplikationen zu einer sog. Kapselfibrose (auch Kapselkontraktur) kommen. Hierbei kommt es natürlicherweise zur Bildung einer Kapsel aus Bindegewebszellen um das Implantat. Diese kann schrumpfen und so zu Deformierungen des Silikonimplantates führen. In der Folge kommt es zu unschönen Verformungen und Verhärtungen der Brust sowie zu Schmerzen und Spannungsgefühlen. Eine Operation (Kapsulotomie, Kapsulektomie), die oftmals als einzige Therapie in Frage kommt, ist häufig mit erneuten Kosten verbunden. Daher empfehlen wir vor einem operativen Eingriff immer den Abschluss einer entsprechenden Folgekostenversicherung.

Muss die Kapsel immer mitentfernt werden – ist eine „En-bloc"-Operation nötig?

Hier hat sich im Internet eine Erwartung etabliert, die die Studienlage nicht trägt. Eine En-bloc-Kapsulektomie – die vollständige Entfernung von Implantat und Kapsel im Ganzen – ist ein aufwendiger Eingriff, der in Brustwandnähe zusätzliche Risiken mit sich bringt. Sie ist klar indiziert bei einem BIA-ALCL sowie in der Regel bei Kapselfibrose, ausgeprägter Verkalkung oder einer Ruptur mit Gelaustritt.

Bei systemischen Beschwerden, die Patientinnen ihren Implantaten zuschreiben, gilt das nicht: In einer prospektiven, verblindeten Studie mit Kontrollgruppen zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied im Beschwerderückgang zwischen vollständiger, teilweiser oder gar keiner Kapselentfernung – die Besserung trat unabhängig vom Kapselvorgehen ein und hielt über mindestens ein Jahr an. Wir entscheiden deshalb nach Befund und nicht nach Schlagwort und erklären Ihnen im Gespräch, was in Ihrem Fall sinnvoll ist – und was Ihnen nur zusätzliches Risiko ohne Nutzen brächte.

Ich fühle mich mit meinen Implantaten unwohl und habe Beschwerden – hilft eine Entfernung?

Viele Frauen berichten über Symptome wie Erschöpfung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Morgensteifigkeit oder Konzentrationsstörungen, die sie mit ihren Implantaten in Verbindung bringen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Belegt ist jedoch, dass ein großer Teil der Betroffenen nach der Explantation eine Besserung erlebt: In einer systematischen Übersicht besserten sich die Beschwerden bei 83,5 % der Frauen nach Implantatentfernung; eine niederländische Kohortenstudie fand eine deutlich bessere Symptomentwicklung bei explantierten gegenüber nicht explantierten Frauen, besonders wenn die Entfernung innerhalb von zehn Jahren nach dem Einsetzen erfolgte.

Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und beraten Sie ehrlich: Eine Garantie auf Beschwerdefreiheit gibt es nicht, und andere Ursachen sollten zuvor internistisch abgeklärt sein. Wenn Sie sich nach dieser Abwägung für eine Entfernung entscheiden, begleiten wir Sie dabei.

Auf was muss ich nach dem Implantatwechsel achten?

Wie auch bereits nach der Mammaaugmentation (Vergrößerung der Brust) ist das Tragen von Kompressionswäsche für einige Wochen nach der Operation essentiell für den weiteren Behandlungserfolg. Hierdurch wird die neue Form der Brust stabilisiert. Achten Sie nach dem Aufenthalt in der Klinik auf ausreichend körperliche Schonung. Vermeiden Sie es, zu früh mit dem Sport oder dem Heben schwerer Gegenstände zu beginnen. Auch Saunagänge oder Sonnenbaden sollten für einige Wochen vermieden werden. Alle unsere Patientinnen erhalten ein schriftliches Hand-out nach der Operation. Hier können Sie auch außerhalb unserer Praxis jederzeit nochmal nachlesen, wie Sie sich nach dem Implantatwechsel am besten verhalten. Bei Fragen stehen Ihnen unsere Chirurgen jederzeit zur Verfügung.

Ich möchte mir meine Brustimplantate entfernen lassen. Wie sieht meine Brust nach der Entfernung der Implantate aus?

Unsere beiden Fachärzte im AESTHETIKON Mannheim und AESTHETIKON Heidelberg sind Spezialisten auf dem Gebiet der Brustchirurgie und arbeiten nach den neuesten und modernsten Operationstechniken und -standards. Die Möglichkeit einer Implantatentfernung ist einer der großen Vorteile einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten. Jedoch ist nach der Implantatentfernung oftmals eine Bruststraffung oder eine Autoaugmentation indiziert, um eine ästhetisch ansprechende Form und die Silhouette des Körpers wiederherzustellen. Im gleichen Eingriff kann z. B. auch die Form der Brustwarze korrigiert werden. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch. Verbleibende Narben nach einem Implantatwechsel liegen meist gut versteckt z. B. in der Unterbrustfalte. Falls Sie sich dennoch an der verbleibenden Narbe stören, kann diese z. B. mit einer CO2-Laserbehandlung therapiert werden. Während Ihres persönlichen Gespräches in unserer Praxis erläutern Ihnen unsere erfahrenen ästhetischen Chirurgen gerne alle mit dem Eingriff verbundenen Risiken und Chancen eines Implantatwechsels.

Kann ich Straffung und Eigenfett im selben Eingriff durchführen lassen?

Ja, und in den meisten Fällen ist genau das der sinnvollste Weg. Wir kombinieren die Entfernung des Implantats mit einer Straffung, bei der das eigene Gewebe neu geformt und angehoben wird, und ergänzen bei Bedarf Volumen durch Eigenfett – bei uns als CELT, dem Cell-Enriched Lipotransfer. Wo genug Eigengewebe vorhanden ist, verlagern wir es im Sinne einer Autoaugmentation nach oben, sodass wieder Fülle im Dekolleté entsteht. Ob ein einzeitiges Vorgehen möglich ist oder zwei Schritte sinnvoller sind, entscheiden wir nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen.

Kann beim Wechsel auch die Implantatlage geändert werden?

Ja. Ein Lagewechsel – etwa von der Position über dem Muskel unter den Muskel – ist einer der wirksamsten Hebel bei einer Korrektur, insbesondere nach einer Kapselfibrose oder bei sichtbaren Implantaträndern. Die submuskuläre Lage bietet zusätzliche Weichteildeckung und ist in Studien unabhängig mit einem niedrigeren Kapselfibroserisiko verbunden. Ob ein Lagewechsel bei Ihnen sinnvoll ist, hängt von Ihrer Weichteildicke und dem Grund für den Eingriff ab.

Wird die alte Narbe wiederverwendet?

In aller Regel ja. Liegt Ihre Narbe in der Unterbrustfalte, nutzen wir sie erneut als Zugang, sodass keine zusätzliche Narbe entsteht. Wird gleichzeitig gestrafft, richtet sich die Schnittführung nach dem Ausmaß der Straffung und kann dann zusätzlich um den Warzenhof und senkrecht nach unten verlaufen. Was in Ihrem Fall nötig ist, zeichnen wir Ihnen im Beratungsgespräch auf.

Was ist BIA-ALCL – und bin ich betroffen?

Das BIA-ALCL ist eine sehr seltene Form eines Lymphoms, die im Zusammenhang mit texturierten, also grob aufgerauten Implantaten beschrieben wurde. Betroffen sind praktisch ausschließlich Trägerinnen bestimmter stark texturierter Implantattypen, die inzwischen vom Markt genommen wurden. Typisches Zeichen ist eine plötzliche, schmerzlose Schwellung der Brust Jahre nach dem Eingriff – das gehört immer abgeklärt. Wenn Sie nicht wissen, welches Implantat bei Ihnen liegt, bringen Sie bitte Ihren Implantatpass zum Beratungstermin mit; fehlt er, lässt sich der Typ meist über die Voroperateurin oder den Voroperateur ermitteln.

Kann ich zu Ihnen kommen, wenn ich woanders operiert wurde?

Ja, das ist bei uns eher die Regel als die Ausnahme. Für die Planung ist hilfreich, wenn Sie Ihren Implantatpass, den Operationsbericht der Voroperation und vorhandene Bildgebung mitbringen. Fehlen diese Unterlagen, ist das kein Hindernis – wir klären den Befund per klinischer Untersuchung und Ultraschall.

Muss ich vor der Operation mit dem Rauchen aufhören?

Ja. Nikotin verengt die feinen Hautgefäße und verschlechtert die Durchblutung im Wundgebiet – bei einer Explantation mit gleichzeitiger Straffung ist das besonders relevant, weil das Gewebe dort ohnehin dünner ist als bei einer Ersteingriff-Situation. Wir bitten Sie um vollständigen Nikotinverzicht mindestens zwei Wochen vor und zwei Wochen nach der Operation, einschließlich E-Zigaretten und Nikotinpflaster.

Wann sehe ich das endgültige Ergebnis?

Die Schwellung geht in den ersten Wochen deutlich zurück. Nach einer reinen Entfernung braucht die Haut Zeit, sich zurückzubilden – das kann drei bis sechs Monate dauern und fällt individuell sehr unterschiedlich aus. Wurde zusätzlich gestrafft und Eigenfett eingebracht, beurteilen wir das endgültige Ergebnis nach etwa sechs Monaten.

Werden Drainagen gelegt und müssen Fäden gezogen werden?

Beim Implantatwechsel und bei der Implantatentfernung müssen häufig Redon-Drainagen eingelegt werden. Sie leiten Wundsekret aus der Implantathöhle ab, die nach Jahren mit einem Implantat entsprechend groß ist, und beugen so Blutergüssen und Serombildung vor. Die Drainagen werden im weiteren Verlauf nach der Operation wieder entfernt.

Beim Nahtmaterial verwenden wir in den meisten Fällen selbstauflösende Fäden. Ein klassischer Fadenzug entfällt damit – es werden lediglich die Fadenenden abgeschnitten.

Was sind die Kosten eines Wechsels der Brustimplantate?

Die Kosten eines Implantatwechsels oder einer Implantatentfernung erläutern wir Ihnen gerne während Ihres persönlichen Termins. Eine erste Einschätzung inklusive Kostenorientierung erhalten Sie vorab mit unserem BRUST-CHECK (50 €). In unserer Praxis erhalten Sie zudem einen individuellen Kostenvoranschlag, der zudem Informationen zur Anästhesie, zum Operationsteam, zu den Materialien und Medikamenten sowie zu den engmaschigen Nachsorgeuntersuchungen enthält. Selbstverständlich ist auch eine Finanzierung der Operationskosten über externe Finanzdienstleister möglich.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Wir arbeiten als Privatklinik und behandeln Privatpatientinnen sowie Selbstzahlerinnen. Eine Kostenbeteiligung ist nur in Ausnahmefällen denkbar und muss individuell geprüft werden. Aus diesem Grund empfehlen wir vor jeder Brustvergrößerung den Abschluss einer Folgekostenversicherung, die den Fall einer späteren Komplikation wie einer Kapselfibrose abdeckt.

Kann ich mein Ergebnis vorab in einer 3D-Simulation sehen?

Beim Implantatwechsel und bei der Implantatentfernung ist eine 3D-Simulation leider nicht möglich. Der Grund liegt in der Sache: Das System simuliert das Einsetzen eines Implantats in eine unveränderte Brust. Bei Ihnen liegt jedoch bereits ein Implantat, das Gewebe ist dadurch verändert, und wie sich Haut und Drüsenkörper nach der Entfernung zurückbilden, lässt sich rechnerisch nicht vorhersagen. Eine Simulation würde hier eine Genauigkeit vortäuschen, die es nicht gibt.

Stattdessen zeigen wir Ihnen im Beratungsgespräch im diskreten Rahmen zahlreiche Vorher-Nachher-Verläufe von Patientinnen mit einem ähnlichen Ausgangsbefund. Das ist erfahrungsgemäß deutlich aussagekräftiger, weil Sie reale Ergebnisse bei vergleichbarem Gewebe sehen. Eine öffentliche Darstellung solcher Bilder auf unserer Website ist uns nach § 11 des Heilmittelwerbegesetzes untersagt – im persönlichen Gespräch dürfen und wollen wir sie Ihnen zeigen.

Gerne beantworten wir Ihnen vor Ort alle offengebliebenen Fragen rund um das Thema Brustimplantate, Brustimplantatwechsel und Brustimplantatentfernung in einem ausführlichen Gespräch im AESTHETIKON Mannheim oder im AESTHETIKON Heidelberg.

Fachliche Quellen

Studien & Literatur

Quellen anzeigen
  1. Spear SL et al. Natrelle Round Silicone Breast Implants: Core Study Results at 10 Years. Plast Reconstr Surg. 2014.
  2. Glicksman CA et al. Impact of Capsulectomy Type on Post-Explantation Systemic Symptom Improvement: ASERF Study Part 1. Aesthet Surg J. 2021.
  3. Glicksman CA et al. Longevity of Post-Explantation Systemic Symptom Improvement: ASERF Study Part 4. Aesthet Surg J. 2023.
  4. Glicksman CA et al. Symptom Improvement After Explantation With No Capsulectomy. Aesthet Surg J. 2024.
  5. Kabir R et al. Breast Implant Illness as a Clinical Entity: A Systematic Review. Aesthet Surg J. 2024.
  6. Spit K et al. Patient-reported systemic symptoms in women with silicone breast implants: a descriptive cohort study. BMJ Open. 2022.
  7. Messa C et al. Breast Explantation With Simultaneous Mastopexy and Volume Restoration. Aesthet Surg J. 2023.
  8. Stevens WG et al. Risk Factor Analysis for Capsular Contracture: A 5-Year Sientra Study Analysis. Plast Reconstr Surg. 2013.

Medizinisch geprüft durch

Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer

Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professorin, Universität Heidelberg

Prof. Dr. med. Sebastian Fischer, MHBA

Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professor, Universität Heidelberg

Die Inhalte dieser Seite wurden von unseren Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie fachlich geprüft. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch.

Termin

Ihr nächster Schritt: der BRUST-CHECK

Sie sind unsicher, ob bei Ihnen ein Wechsel, eine Entfernung oder eine Entfernung mit Straffung sinnvoll ist? Nutzen Sie unseren BRUST-CHECK für eine erste fachärztliche Einschätzung – unkompliziert und bevor Sie sich zu einem Termin entscheiden. Oder vereinbaren Sie direkt ein persönliches Beratungsgespräch in Heidelberg, Mannheim oder Karlsruhe.

Anrufen Termin buchen