Faltenbehandlung · PRP
Kein Filler. Kein Fremdmaterial. PRP – plättchenreiches Plasma aus Ihrem eigenen Blut – setzt nicht auf Volumen, sondern auf Regeneration: Es aktiviert die körpereigene Kollagenbildung und verbessert die Beschaffenheit der Haut von innen heraus.
Das AESTHETIKON-Prinzip
PRP wird inzwischen in vielen Einrichtungen angeboten – auch außerhalb ärztlicher Praxen. Dabei handelt es sich um die Aufbereitung und erneute Anwendung eines menschlichen Blutprodukts, und das ist keine kosmetische Anwendung, sondern eine medizinische Behandlung mit entsprechenden Anforderungen an Hygiene, Aufbereitung und Indikationsstellung.
Lehre & Kongresse
Regenerative und minimal-invasive Verfahren wenden wir nicht nur an – wir bilden andere Ärztinnen und Ärzte darin aus. Unsere Fachärzte sind Instruktoren und Key Opinion Leader für Amalian, geben bundesweit Kurse zur Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure und BTX und referieren auf Fachkongressen – unter anderem auf der Tagung der DDG (Deutsche Dermatologische Gesellschaft).
PRP in Mannheim, Heidelberg & Karlsruhe
In der ästhetischen Medizin geht es lange nicht mehr nur darum, Falten aufzufüllen oder Gewebe zu straffen. Genauso wichtig – und für den Gesamteindruck oft entscheidender – ist die Qualität der Haut selbst: ihre Dichte, ihre Elastizität, ihr Glanz, ihr Feuchtigkeitsgehalt. Eine straffe Haut mit mattem, unruhigem Relief wirkt nicht jung; eine dichte, gut durchblutete Haut hingegen wirkt frisch, selbst wenn feine Linien bestehen.
Genau hier setzt PRP an. Die Abkürzung steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes gewonnen und enthält körpereigene Wachstumsfaktoren, die im Gewebe Reparatur- und Aufbauprozesse anstoßen. Es wird also nichts eingebracht, was nicht ohnehin zu Ihnen gehört – kein Filler, kein Fremdmaterial, keine Substanz, die abgebaut oder aufgelöst werden müsste.
Im AESTHETIKON verwenden wir PRP sowohl als eigenständige Behandlung zur Hautverjüngung als auch – besonders wirkungsvoll – in Kombination mit RF-Microneedling, dem fraktionierten CO₂-Laser oder einem Eigenfetttransfer.
Grundlagen
Blutplättchen (Thrombozyten) sind im Körper nicht nur für die Blutstillung zuständig. Sie enthalten in ihren Granula eine Reihe von Wachstumsfaktoren, die immer dann freigesetzt werden, wenn Gewebe heilen soll – darunter PDGF, TGF-β, VEGF, EGF und IGF-1. Sie regen die Teilung von Fibroblasten an, fördern die Bildung neuer Gefäße und stoßen die Produktion von Kollagen und Elastin an.
Beim PRP nutzen wir genau diesen Mechanismus gezielt: Aus Ihrem Blut wird durch Zentrifugation ein Plasma gewonnen, in dem die Thrombozyten stark konzentriert vorliegen. Wird dieses Plasma in die Haut eingebracht, entsteht dort ein Regenerationsreiz – ohne Verletzung, ohne Fremdmaterial.
PRP füllt nicht auf und hebt nicht an. Es verändert die Qualität des Gewebes. Deshalb tritt die Wirkung nicht sofort ein, sondern entwickelt sich über Wochen – und deshalb hält sie auch nicht „bis zum Abbau des Materials“, sondern so lange, wie das neu gebildete Kollagen erhalten bleibt.
Einordnung
Diese drei Verfahren werden häufig verwechselt, wirken aber grundlegend unterschiedlich. Die Wahl entscheidet darüber, ob eine Behandlung Ihr Anliegen tatsächlich löst.
| PRP | Hyaluronsäure-Filler | Skinbooster | |
|---|---|---|---|
| Wirkt auf | Regeneration, Kollagenbildung, Hautqualität | Volumen und Kontur | Feuchtigkeit und Elastizität |
| Material | körpereigenes Blutplasma | Fremdmaterial (auflösbar) | Fremdmaterial |
| Ergebnis sichtbar | nach Wochen, Aufbau über Monate | sofort | nach wenigen Tagen |
| Hebt Volumen an | nein | ja | nein |
| Serie nötig | ja, in der Regel 3 Sitzungen | nein | meist 2–3 Sitzungen |
Wer Volumenverluste ausgleichen möchte – eingefallene Wangen, eine flache Schläfe, eine unscharfe Jawline –, braucht Hyaluronsäure oder Eigenfett. Wer mimische Falten glätten will, braucht Faltenbehandlung. Und wer sich daran stört, dass die Haut matt, dünn und leblos wirkt, ist mit PRP richtig beraten. In der Praxis liegen häufig mehrere dieser Anteile gleichzeitig vor – deshalb planen wir das Konzept immer als Ganzes.
Anwendung
PRP eignet sich überall dort, wo die Hautqualität im Vordergrund steht – und besonders in Regionen, in denen die Haut dünn ist und Filler nur eingeschränkt eingesetzt werden können.
Kombination
PRP wirkt als eigenständige Behandlung – seine Stärke entfaltet es jedoch, wenn es mit einem Verfahren kombiniert wird, das die Haut für die Wachstumsfaktoren zugänglich macht oder ohnehin einen Heilungsprozess auslöst.
Die naheliegendste und in unserer Erfahrung wirkungsvollste Kombination. Beim RF-Microneedling entstehen feine Mikrokanäle, über die das PRP genau dort ankommt, wo es wirken soll – und gleichzeitig löst die Radiofrequenzenergie bereits eine Wundheilungskaskade aus, die durch die Wachstumsfaktoren verstärkt wird.
Nach einer Behandlung mit dem fraktionierten CO₂-Laser befindet sich die Haut in einer intensiven Regenerationsphase. PRP unterstützt diesen Prozess, kann die Abheilung beschleunigen und die Kollagenneubildung zusätzlich fördern.
Beim CELT (Cell Enriched Lipotransfer) wird das gewonnene Eigenfett mit körpereigenen regenerativen Zellen angereichert. Das verbessert die Einheilung des transplantierten Fetts und wirkt zugleich regenerativ auf die darüberliegende Haut. Genau dieses Prinzip nutzen wir beim Facelift, bei der Handverjüngung und bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett.
Beide zielen auf Hautqualität, aber über unterschiedliche Wege: Die Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit und verbessert unmittelbar Elastizität und Relief, PRP baut Kollagen auf. Die Kombination verbindet einen früh sichtbaren Effekt mit einem längerfristigen Aufbau.
Zweite Generation
Ergänzend zur klassischen PRP-Behandlung bieten wir Ihnen zur Hautverjüngung auch die Therapie mit IPRF (Fluid-PRF) an – die Weiterentwicklung der Eigenblut-Regeneration. Wie beim PRP gewinnen wir aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes ein Konzentrat aus Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und regenerativen Zellen und bringen es gezielt in die Haut ein. Es kommen ausschließlich körpereigene Substanzen zum Einsatz – ganz ohne Fremdstoffe.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Aufbereitung. IPRF wird ohne Zusatz von Gerinnungshemmern (Antikoagulanzien) gewonnen. Dadurch entsteht ein natürliches, dreidimensionales Fibrin-Netzwerk, in das die Wachstumsfaktoren eingebettet sind.
Dieses Netzwerk wirkt wie ein Depot: Die regenerativen Botenstoffe werden nicht auf einen Schlag, sondern langsam und über einen längeren Zeitraum freigesetzt – ein zentraler Vorteil der injizierbaren PRF-Technologie gegenüber PRP der ersten Generation. So wird die körpereigene Kollagenbildung und Geweberegeneration über Wochen hinweg angeregt. PRP und IPRF lassen sich zudem sinnvoll kombinieren.
Zunächst entnehmen wir Ihnen eine kleine Menge Blut aus einer Armvene. In einer Zentrifuge wird daraus – ohne Zusätze – das flüssige, plättchen- und wachstumsfaktorreiche Fibrin (Fluid-PRF) gewonnen. Anschließend bringen wir es mit sehr feinen Nadeln gezielt in die Haut der zu behandelnden Areale ein, um die körpereigene Regeneration und Kollagenbildung anzuregen.
IPRF wirkt über eine Biostimulation der Haut – die Wirkung baut sich schrittweise über mehrere Wochen auf. Für ein optimales Ergebnis sind in der Regel mehrere Sitzungen sowie anschließende Auffrischungen sinnvoll.
IPRF ersetzt keinen Filler zur Volumengabe, lässt sich mit einer Hyaluronsäure-Behandlung aber ideal kombinieren. Welches Verfahren – PRP, IPRF oder eine Kombination – für Ihr Hautbild am sinnvollsten ist, besprechen wir individuell in Ihrer persönlichen Beratung.
Ablauf
Zunächst beurteilen wir Ihre Haut: Dichte, Elastizität, Textur, Feuchtigkeitsgehalt und Pigmentierung. Daraus ergibt sich, ob PRP allein sinnvoll ist oder ob es Teil eines kombinierten Konzepts sein sollte. Wir sagen Ihnen dabei auch, was PRP in Ihrem Fall nicht leisten kann.
Es wird eine kleine Menge Blut entnommen – vergleichbar mit einer normalen Laborabnahme. Anschließend wird das Blut in einem geschlossenen System zentrifugiert, sodass sich das thrombozytenreiche Plasma von den übrigen Bestandteilen trennt.
Das Areal wird mit einer Betäubungssalbe vorbereitet. Anschließend wird das PRP fein verteilt eingebracht – je nach Areal und Zielsetzung über feine Injektionen, über Mikrokanäle beim RF-Microneedling oder flächig nach einer Laserbehandlung.
In der Regel empfehlen wir drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen, damit sich der Aufbaueffekt schrittweise entwickelt. Danach genügt meist eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich.
Eine Rötung für einige Stunden ist normal, gelegentlich auch eine leichte Schwellung oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Verzichten Sie am Behandlungstag auf Make-up, Sport, Sauna und Alkohol; meiden Sie in den folgenden Tagen intensive Sonne und verwenden Sie Lichtschutz mit LSF 50+.
Ehrlich betrachtet
Zur regenerativen Medizin gibt es viel Marketing und wenig Zurückhaltung. Deshalb hier ehrlich, was Sie erwarten dürfen:
Und noch ein Punkt, der oft untergeht: PRP stoppt die Hautalterung nicht. Es verbessert den Zustand der Haut und verlangsamt den Verlauf – der natürliche Prozess geht jedoch weiter. Deshalb ist ein langfristiges Konzept mit Erhaltungsbehandlungen sinnvoller als eine einmalige Serie.
Kosten
| Behandlung | Preis |
|---|---|
| PRP-Hautverjüngung (pro Sitzung) | ab 350 € |
| IPRF (Fluid-PRF), pro Sitzung | auf Anfrage |
| Kombination mit RF-Microneedling oder CO₂-Laser | wird gesondert ausgewiesen |
Da in der Regel eine Serie von drei Sitzungen empfohlen wird, besprechen wir die Gesamtkosten transparent im Beratungsgespräch und erstellen Ihnen vorab eine Übersicht. Als ästhetische Behandlung werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
FAQ
PRP steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes gewonnen: Das Blut wird zentrifugiert, sodass sich ein Plasma mit stark konzentrierten Blutplättchen von den übrigen Bestandteilen trennt. Diese Blutplättchen enthalten körpereigene Wachstumsfaktoren, die im Gewebe Reparatur- und Aufbauprozesse anstoßen.
Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Teilung von Fibroblasten an, fördern die Bildung neuer Gefäße und stoßen die Produktion von Kollagen und Elastin an. Die Haut wird dadurch über Wochen und Monate dichter und fester, besser durchblutet und in ihrer Textur feiner. PRP füllt jedoch kein Volumen auf und hebt kein Gewebe an.
Hyaluronsäure ist ein Filler: Sie gleicht Volumendefizite aus und glättet Falten von innen heraus, mit sofort sichtbarem Ergebnis. PRP wirkt regenerativ auf die Hautqualität und baut Kollagen auf, weshalb sich der Effekt erst über Wochen entwickelt. Häufig ergänzen sich beide.
In der Regel empfehlen wir drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Danach genügt meist eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich. Eine einmalige Behandlung führt selten zu einem sichtbaren Ergebnis – PRP ist eine aufbauende Therapie und kein einmaliger Eingriff.
Ein erster Effekt auf Teint und Hautgefühl zeigt sich häufig nach zwei bis drei Wochen. Der eigentliche Aufbau durch die Kollagenneubildung entwickelt sich über etwa drei bis vier Monate und wird durch die Serie verstärkt.
Das neu gebildete Kollagen bleibt erhalten – anders als bei einem Filler gibt es kein „Abbaudatum“. Der natürliche Alterungsprozess geht jedoch weiter, weshalb wir nach abgeschlossener Serie eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich empfehlen.
Die Blutentnahme entspricht einer normalen Laborabnahme. Vor der Anwendung wird das Areal mit einer Betäubungssalbe vorbereitet, sodass die Injektionen gut erträglich sind. Danach besteht für einige Stunden ein Spannungs- und Wärmegefühl.
Praktisch nicht. Eine Rötung für einige Stunden ist normal, gelegentlich auch eine leichte Schwellung oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen.
Da ausschließlich Ihr eigenes Blut verarbeitet wird, besteht kein Risiko einer allergischen Reaktion oder Unverträglichkeit gegenüber Fremdmaterial. Möglich sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse und selten leichte Kopfschmerzen.
Nicht behandelt wird bei bestimmten Blut- und Gerinnungserkrankungen, bei ausgeprägter Blutarmut, bei laufender Blutverdünnung ohne Rücksprache, bei akuten Infektionen oder entzündlichen Hautveränderungen im Behandlungsgebiet, bei aktiven Tumorerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.
Nein, und das sagen wir offen. PRP verbessert die Beschaffenheit der Haut, hebt aber kein abgesunkenes Gewebe an und entfernt keinen Hautüberschuss. Bei deutlicher Erschlaffung ist ein Facelift der ehrlichere Weg; PRP kann dann begleitend eingesetzt werden.
Gesicht, Augenpartie, Hals, Dekolleté und Handrücken, außerdem die Kopfhaut bei Haarausfall sowie begleitend Narbenareale. Besonders dankbar ist die Augenpartie.
Ab 350 € pro Sitzung. Die Kosten richten sich nach Größe und Anzahl der behandelten Areale sowie nach der Anzahl der Sitzungen. Kombinationen – etwa mit RF-Microneedling oder CO₂-Laser – weisen wir gesondert aus.
Medizinisch geprüft durch
Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer
Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professorin, Universität Heidelberg
Prof. Dr. med. Sebastian Fischer, MHBA
Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professor, Universität Heidelberg
Die Inhalte dieser Seite wurden von unseren Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie fachlich geprüft. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch.
Termin
Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch im AESTHETIKON Mannheim, Heidelberg oder Karlsruhe – ehrlich dazu, was PRP in Ihrem Fall leisten kann und welches Konzept am meisten bringt.