Faltenbehandlung · PRP

PRP und Hautverjüngung in Mannheim und Heidelberg

Kein Filler. Kein Fremdmaterial. PRP – plättchenreiches Plasma aus Ihrem eigenen Blut – setzt nicht auf Volumen, sondern auf Regeneration: Es aktiviert die körpereigene Kollagenbildung und verbessert die Beschaffenheit der Haut von innen heraus.

Körpereigen. Fachärztlich. Regenerativ.

Das AESTHETIKON-Prinzip

Regenerative Verfahren gehören in fachärztliche Hände

PRP wird inzwischen in vielen Einrichtungen angeboten – auch außerhalb ärztlicher Praxen. Dabei handelt es sich um die Aufbereitung und erneute Anwendung eines menschlichen Blutprodukts, und das ist keine kosmetische Anwendung, sondern eine medizinische Behandlung mit entsprechenden Anforderungen an Hygiene, Aufbereitung und Indikationsstellung.

Prof. Kotsougiani-Fischer
PD Dr. Diehm
Prof. Fischer
Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-FischerAPL-Professorin · Universität Heidelberg PD Dr. med. Yannick Fabian DiehmPrivatdozent · Universität Heidelberg Prof. Dr. med. Sebastian Fischer, MHBAAPL-Professor · Universität Heidelberg

Lehre & Kongresse

Wir unterrichten Faltenbehandlung

Regenerative und minimal-invasive Verfahren wenden wir nicht nur an – wir bilden andere Ärztinnen und Ärzte darin aus. Unsere Fachärzte sind Instruktoren und Key Opinion Leader für Amalian, geben bundesweit Kurse zur Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure und BTX und referieren auf Fachkongressen – unter anderem auf der Tagung der DDG (Deutsche Dermatologische Gesellschaft).

Vortrag zur Faltenbehandlung auf der DDG-Tagung
DDG · Vortrag

DDG-Tagung – Vortrag zur Faltenbehandlung

Referententätigkeit auf der Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft

Live-Demonstration einer Faltenbehandlung auf der DDG-Tagung
DDG · Live-Demo

Live-Demonstration am Kongress

Praktische Demonstration der Injektionstechniken vor ärztlichem Fachpublikum

Amalian Faculty Instructor für Hyaluronsäure-Filler
Amalian · Faculty

Amalian Faculty Instructor

Key Opinion Leader und Kursleitung für Hyaluronsäure- und BTX-Fortbildungen

PRP in Mannheim, Heidelberg & Karlsruhe

Regeneration statt Auffüllen

In der ästhetischen Medizin geht es lange nicht mehr nur darum, Falten aufzufüllen oder Gewebe zu straffen. Genauso wichtig – und für den Gesamteindruck oft entscheidender – ist die Qualität der Haut selbst: ihre Dichte, ihre Elastizität, ihr Glanz, ihr Feuchtigkeitsgehalt. Eine straffe Haut mit mattem, unruhigem Relief wirkt nicht jung; eine dichte, gut durchblutete Haut hingegen wirkt frisch, selbst wenn feine Linien bestehen.

Genau hier setzt PRP an. Die Abkürzung steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes gewonnen und enthält körpereigene Wachstumsfaktoren, die im Gewebe Reparatur- und Aufbauprozesse anstoßen. Es wird also nichts eingebracht, was nicht ohnehin zu Ihnen gehört – kein Filler, kein Fremdmaterial, keine Substanz, die abgebaut oder aufgelöst werden müsste.

Im AESTHETIKON verwenden wir PRP sowohl als eigenständige Behandlung zur Hautverjüngung als auch – besonders wirkungsvoll – in Kombination mit RF-Microneedling, dem fraktionierten CO₂-Laser oder einem Eigenfetttransfer.

Grundlagen

Wie PRP wirkt

Blutplättchen (Thrombozyten) sind im Körper nicht nur für die Blutstillung zuständig. Sie enthalten in ihren Granula eine Reihe von Wachstumsfaktoren, die immer dann freigesetzt werden, wenn Gewebe heilen soll – darunter PDGF, TGF-β, VEGF, EGF und IGF-1. Sie regen die Teilung von Fibroblasten an, fördern die Bildung neuer Gefäße und stoßen die Produktion von Kollagen und Elastin an.

Beim PRP nutzen wir genau diesen Mechanismus gezielt: Aus Ihrem Blut wird durch Zentrifugation ein Plasma gewonnen, in dem die Thrombozyten stark konzentriert vorliegen. Wird dieses Plasma in die Haut eingebracht, entsteht dort ein Regenerationsreiz – ohne Verletzung, ohne Fremdmaterial.

Was sich dadurch verändert

  • Kollagenneubildung: Die Haut wird über Wochen und Monate dichter und fester.
  • Bessere Durchblutung: Der Teint wirkt frischer und weniger fahl.
  • Verbesserte Textur: Das feine Knitterrelief glättet sich, die Oberfläche wirkt ebenmäßiger.
  • Mehr Feuchtigkeit und Elastizität: Die Haut fühlt sich geschmeidiger an.
  • Feinere Poren und ein insgesamt ruhigeres Hautbild.

Der entscheidende Unterschied

PRP füllt nicht auf und hebt nicht an. Es verändert die Qualität des Gewebes. Deshalb tritt die Wirkung nicht sofort ein, sondern entwickelt sich über Wochen – und deshalb hält sie auch nicht „bis zum Abbau des Materials“, sondern so lange, wie das neu gebildete Kollagen erhalten bleibt.

Einordnung

PRP, Filler oder Skinbooster – was ist der Unterschied?

Diese drei Verfahren werden häufig verwechselt, wirken aber grundlegend unterschiedlich. Die Wahl entscheidet darüber, ob eine Behandlung Ihr Anliegen tatsächlich löst.

PRPHyaluronsäure-FillerSkinbooster
Wirkt aufRegeneration, Kollagenbildung, HautqualitätVolumen und KonturFeuchtigkeit und Elastizität
Materialkörpereigenes BlutplasmaFremdmaterial (auflösbar)Fremdmaterial
Ergebnis sichtbarnach Wochen, Aufbau über Monatesofortnach wenigen Tagen
Hebt Volumen anneinjanein
Serie nötigja, in der Regel 3 Sitzungenneinmeist 2–3 Sitzungen

Was das für Ihre Beratung bedeutet

Wer Volumenverluste ausgleichen möchte – eingefallene Wangen, eine flache Schläfe, eine unscharfe Jawline –, braucht Hyaluronsäure oder Eigenfett. Wer mimische Falten glätten will, braucht Faltenbehandlung. Und wer sich daran stört, dass die Haut matt, dünn und leblos wirkt, ist mit PRP richtig beraten. In der Praxis liegen häufig mehrere dieser Anteile gleichzeitig vor – deshalb planen wir das Konzept immer als Ganzes.

Anwendung

Behandlungsareale

PRP eignet sich überall dort, wo die Hautqualität im Vordergrund steht – und besonders in Regionen, in denen die Haut dünn ist und Filler nur eingeschränkt eingesetzt werden können.

  • Gesicht: zur Verbesserung von Teint, Textur und Hautdichte – auch flächig als Grundbehandlung.
  • Augenpartie: ein besonders dankbares Areal. Die Haut um die Augen ist sehr dünn und reagiert gut auf einen Regenerationsreiz, während Filler hier schnell an ihre Grenzen kommen.
  • Hals und Dekolleté: beide Regionen sind stark UV-belastet und altern häufig schneller als das Gesicht.
  • Handrücken: ergänzend zur Handverjüngung, wenn nicht nur Volumen fehlt, sondern die Hautqualität verbessert werden soll.
  • Kopfhaut: bei Haarausfall – zur Kräftigung vorhandener Haarfollikel; ausführlich auf unserer Seite zur Haarausfalltherapie.
  • Narben: begleitend, um die Gewebequalität im Narbenbereich zu verbessern.

Kombination

Am wirkungsvollsten in Kombination

PRP wirkt als eigenständige Behandlung – seine Stärke entfaltet es jedoch, wenn es mit einem Verfahren kombiniert wird, das die Haut für die Wachstumsfaktoren zugänglich macht oder ohnehin einen Heilungsprozess auslöst.

PRP + RF-Microneedling

Die naheliegendste und in unserer Erfahrung wirkungsvollste Kombination. Beim RF-Microneedling entstehen feine Mikrokanäle, über die das PRP genau dort ankommt, wo es wirken soll – und gleichzeitig löst die Radiofrequenzenergie bereits eine Wundheilungskaskade aus, die durch die Wachstumsfaktoren verstärkt wird.

PRP + CO₂-Laser

Nach einer Behandlung mit dem fraktionierten CO₂-Laser befindet sich die Haut in einer intensiven Regenerationsphase. PRP unterstützt diesen Prozess, kann die Abheilung beschleunigen und die Kollagenneubildung zusätzlich fördern.

PRP + Eigenfetttransfer (CELT)

Beim CELT (Cell Enriched Lipotransfer) wird das gewonnene Eigenfett mit körpereigenen regenerativen Zellen angereichert. Das verbessert die Einheilung des transplantierten Fetts und wirkt zugleich regenerativ auf die darüberliegende Haut. Genau dieses Prinzip nutzen wir beim Facelift, bei der Handverjüngung und bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett.

PRP + nicht quervernetzte Hyaluronsäure

Beide zielen auf Hautqualität, aber über unterschiedliche Wege: Die Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit und verbessert unmittelbar Elastizität und Relief, PRP baut Kollagen auf. Die Kombination verbindet einen früh sichtbaren Effekt mit einem längerfristigen Aufbau.

Zweite Generation

IPRF (Fluid-PRF) – die zweite Generation der Eigenblut-Hautverjüngung

Ergänzend zur klassischen PRP-Behandlung bieten wir Ihnen zur Hautverjüngung auch die Therapie mit IPRF (Fluid-PRF) an – die Weiterentwicklung der Eigenblut-Regeneration. Wie beim PRP gewinnen wir aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes ein Konzentrat aus Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und regenerativen Zellen und bringen es gezielt in die Haut ein. Es kommen ausschließlich körpereigene Substanzen zum Einsatz – ganz ohne Fremdstoffe.

Was IPRF von klassischem PRP unterscheidet

Der entscheidende Unterschied liegt in der Aufbereitung. IPRF wird ohne Zusatz von Gerinnungshemmern (Antikoagulanzien) gewonnen. Dadurch entsteht ein natürliches, dreidimensionales Fibrin-Netzwerk, in das die Wachstumsfaktoren eingebettet sind.

Dieses Netzwerk wirkt wie ein Depot: Die regenerativen Botenstoffe werden nicht auf einen Schlag, sondern langsam und über einen längeren Zeitraum freigesetzt – ein zentraler Vorteil der injizierbaren PRF-Technologie gegenüber PRP der ersten Generation. So wird die körpereigene Kollagenbildung und Geweberegeneration über Wochen hinweg angeregt. PRP und IPRF lassen sich zudem sinnvoll kombinieren.

Anwendungsgebiete

  • Reife, alternde Haut und fahler, müder Teint
  • Verbesserung von Hautqualität, Textur und Elastizität
  • Feine Linien und Fältchen
  • Periorbitale Region: dunkle Augenringe und Tränenrinne
  • Aknenarben und Narbenbild
  • Ideal als Biostimulation – auch in Kombination mit Hyaluronsäure, Laser oder Microneedling

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • 100 % körpereigenes Material – dadurch sehr gut verträglich und sicher
  • Natürliche Fibrinmatrix mit nachhaltiger, verzögerter Wirkstofffreisetzung
  • Natürlich wirkende, schrittweise Verbesserung des Hautbildes
  • Schnell und unkompliziert – die Behandlung dauert in der Regel unter 30 Minuten
  • Sehr feine Nadeln, dadurch kaum Blutungen und gut verträglich
  • Ambulant, ohne Narkose, ohne nennenswerte Ausfallzeit

Ablauf der Behandlung

Zunächst entnehmen wir Ihnen eine kleine Menge Blut aus einer Armvene. In einer Zentrifuge wird daraus – ohne Zusätze – das flüssige, plättchen- und wachstumsfaktorreiche Fibrin (Fluid-PRF) gewonnen. Anschließend bringen wir es mit sehr feinen Nadeln gezielt in die Haut der zu behandelnden Areale ein, um die körpereigene Regeneration und Kollagenbildung anzuregen.

Wichtig zur Einordnung

IPRF wirkt über eine Biostimulation der Haut – die Wirkung baut sich schrittweise über mehrere Wochen auf. Für ein optimales Ergebnis sind in der Regel mehrere Sitzungen sowie anschließende Auffrischungen sinnvoll.

IPRF ersetzt keinen Filler zur Volumengabe, lässt sich mit einer Hyaluronsäure-Behandlung aber ideal kombinieren. Welches Verfahren – PRP, IPRF oder eine Kombination – für Ihr Hautbild am sinnvollsten ist, besprechen wir individuell in Ihrer persönlichen Beratung.

Studien & Literatur
  1. Gentile P et al. Systematic Review: Platelet-Rich Plasma Use in Facial Rejuvenation. Plast Reconstr Surg. 2023.
  2. Alam M et al. Effect of Platelet-Rich Plasma Injection for Rejuvenation of Photoaged Facial Skin: A Randomized Clinical Trial. JAMA Dermatol. 2018.
  3. Hersant B et al. Synergistic Effects of Autologous Platelet-Rich Plasma and Hyaluronic Acid Injections on Facial Skin Rejuvenation. Aesthet Surg J. 2021.
  4. Shin MK et al. Platelet-Rich Plasma Combined with Fractional Laser Therapy for Skin Rejuvenation. Dermatol Surg. 2012.
  5. Davies C, Miron RJ. Autologous platelet concentrates in esthetic medicine. Periodontol 2000. 2024.
  6. Miron RJ et al. Ten years of injectable platelet-rich fibrin. Periodontol 2000. 2023.

Ablauf

Ablauf, Sitzungen und Nachsorge

Beratung & Hautanalyse

Zunächst beurteilen wir Ihre Haut: Dichte, Elastizität, Textur, Feuchtigkeitsgehalt und Pigmentierung. Daraus ergibt sich, ob PRP allein sinnvoll ist oder ob es Teil eines kombinierten Konzepts sein sollte. Wir sagen Ihnen dabei auch, was PRP in Ihrem Fall nicht leisten kann.

Blutentnahme & Aufbereitung

Es wird eine kleine Menge Blut entnommen – vergleichbar mit einer normalen Laborabnahme. Anschließend wird das Blut in einem geschlossenen System zentrifugiert, sodass sich das thrombozytenreiche Plasma von den übrigen Bestandteilen trennt.

Anwendung

Das Areal wird mit einer Betäubungssalbe vorbereitet. Anschließend wird das PRP fein verteilt eingebracht – je nach Areal und Zielsetzung über feine Injektionen, über Mikrokanäle beim RF-Microneedling oder flächig nach einer Laserbehandlung.

Serie & Verlauf

In der Regel empfehlen wir drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen, damit sich der Aufbaueffekt schrittweise entwickelt. Danach genügt meist eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich.

Nach der Behandlung

Eine Rötung für einige Stunden ist normal, gelegentlich auch eine leichte Schwellung oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Verzichten Sie am Behandlungstag auf Make-up, Sport, Sauna und Alkohol; meiden Sie in den folgenden Tagen intensive Sonne und verwenden Sie Lichtschutz mit LSF 50+.

Ehrlich betrachtet

Was PRP leisten kann – und was nicht

Zur regenerativen Medizin gibt es viel Marketing und wenig Zurückhaltung. Deshalb hier ehrlich, was Sie erwarten dürfen:

PRP wirkt gut bei

  • matter, fahler Haut ohne Glanz
  • dünner, wenig widerstandsfähiger Haut
  • feinem Knitterrelief, besonders um die Augen
  • beginnender Alterung, wenn noch keine Erschlaffung vorliegt
  • als Begleitmaßnahme zu RF-Microneedling, Laser oder Eigenfetttransfer

PRP ersetzt nicht

  • Volumenaufbau: Eingefallene Wangen oder Schläfen brauchen Hyaluronsäure oder Eigenfett.
  • Straffung: Bei deutlicher Erschlaffung mit Hautüberschuss ist ein Facelift der ehrlichere Weg.
  • Behandlung mimischer Falten: Dafür ist Faltenbehandlung das passende Verfahren.
  • Pigmentflecken: Hier wirkt der fraktionierte CO₂-Laser deutlich zuverlässiger.

Und noch ein Punkt, der oft untergeht: PRP stoppt die Hautalterung nicht. Es verbessert den Zustand der Haut und verlangsamt den Verlauf – der natürliche Prozess geht jedoch weiter. Deshalb ist ein langfristiges Konzept mit Erhaltungsbehandlungen sinnvoller als eine einmalige Serie.

Kosten

Welche Kosten auf Sie zukommen

BehandlungPreis
PRP-Hautverjüngung (pro Sitzung)ab 350 €
IPRF (Fluid-PRF), pro Sitzungauf Anfrage
Kombination mit RF-Microneedling oder CO₂-Laserwird gesondert ausgewiesen

Da in der Regel eine Serie von drei Sitzungen empfohlen wird, besprechen wir die Gesamtkosten transparent im Beratungsgespräch und erstellen Ihnen vorab eine Übersicht. Als ästhetische Behandlung werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist PRP genau?

PRP steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes gewonnen: Das Blut wird zentrifugiert, sodass sich ein Plasma mit stark konzentrierten Blutplättchen von den übrigen Bestandteilen trennt. Diese Blutplättchen enthalten körpereigene Wachstumsfaktoren, die im Gewebe Reparatur- und Aufbauprozesse anstoßen.

Wie wirkt PRP auf die Haut?

Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Teilung von Fibroblasten an, fördern die Bildung neuer Gefäße und stoßen die Produktion von Kollagen und Elastin an. Die Haut wird dadurch über Wochen und Monate dichter und fester, besser durchblutet und in ihrer Textur feiner. PRP füllt jedoch kein Volumen auf und hebt kein Gewebe an.

Was ist der Unterschied zwischen PRP und Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein Filler: Sie gleicht Volumendefizite aus und glättet Falten von innen heraus, mit sofort sichtbarem Ergebnis. PRP wirkt regenerativ auf die Hautqualität und baut Kollagen auf, weshalb sich der Effekt erst über Wochen entwickelt. Häufig ergänzen sich beide.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

In der Regel empfehlen wir drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Danach genügt meist eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich. Eine einmalige Behandlung führt selten zu einem sichtbaren Ergebnis – PRP ist eine aufbauende Therapie und kein einmaliger Eingriff.

Wann sehe ich ein Ergebnis?

Ein erster Effekt auf Teint und Hautgefühl zeigt sich häufig nach zwei bis drei Wochen. Der eigentliche Aufbau durch die Kollagenneubildung entwickelt sich über etwa drei bis vier Monate und wird durch die Serie verstärkt.

Wie lange hält die Wirkung an?

Das neu gebildete Kollagen bleibt erhalten – anders als bei einem Filler gibt es kein „Abbaudatum“. Der natürliche Alterungsprozess geht jedoch weiter, weshalb wir nach abgeschlossener Serie eine Auffrischung ein- bis zweimal jährlich empfehlen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Blutentnahme entspricht einer normalen Laborabnahme. Vor der Anwendung wird das Areal mit einer Betäubungssalbe vorbereitet, sodass die Injektionen gut erträglich sind. Danach besteht für einige Stunden ein Spannungs- und Wärmegefühl.

Gibt es eine Ausfallzeit?

Praktisch nicht. Eine Rötung für einige Stunden ist normal, gelegentlich auch eine leichte Schwellung oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen.

Ist PRP sicher? Kann ich allergisch reagieren?

Da ausschließlich Ihr eigenes Blut verarbeitet wird, besteht kein Risiko einer allergischen Reaktion oder Unverträglichkeit gegenüber Fremdmaterial. Möglich sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse und selten leichte Kopfschmerzen.

Für wen ist PRP nicht geeignet?

Nicht behandelt wird bei bestimmten Blut- und Gerinnungserkrankungen, bei ausgeprägter Blutarmut, bei laufender Blutverdünnung ohne Rücksprache, bei akuten Infektionen oder entzündlichen Hautveränderungen im Behandlungsgebiet, bei aktiven Tumorerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

Kann PRP eine Straffung oder ein Facelift ersetzen?

Nein, und das sagen wir offen. PRP verbessert die Beschaffenheit der Haut, hebt aber kein abgesunkenes Gewebe an und entfernt keinen Hautüberschuss. Bei deutlicher Erschlaffung ist ein Facelift der ehrlichere Weg; PRP kann dann begleitend eingesetzt werden.

Welche Areale lassen sich behandeln?

Gesicht, Augenpartie, Hals, Dekolleté und Handrücken, außerdem die Kopfhaut bei Haarausfall sowie begleitend Narbenareale. Besonders dankbar ist die Augenpartie.

Was kostet eine PRP-Behandlung?

Ab 350 € pro Sitzung. Die Kosten richten sich nach Größe und Anzahl der behandelten Areale sowie nach der Anzahl der Sitzungen. Kombinationen – etwa mit RF-Microneedling oder CO₂-Laser – weisen wir gesondert aus.

Medizinisch geprüft durch

Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer

Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professorin, Universität Heidelberg

Prof. Dr. med. Sebastian Fischer, MHBA

Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professor, Universität Heidelberg

Die Inhalte dieser Seite wurden von unseren Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie fachlich geprüft. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch.

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