Ebene 01 — Haut
Überschüssige Lidhaut hängt über den Lidrand
→ Oberlidstraffung: sparsame Entfernung von Haut, ggf. Muskel und Fett
Privatklinik für Plastische & Ästhetische Chirurgie · Heidelberg · Mannheim · Karlsruhe
Schwere, hängende Oberlider lassen müde und traurig wirken – auch dann, wenn Sie sich wach und fit fühlen. Entscheidend für ein wirklich offenes Auge ist die richtige Diagnose: Nicht immer ist überschüssige Haut die Ursache.

Oberlidstraffung in Mannheim, Heidelberg & Karlsruhe
Die Oberlidstraffung (Blepharoplastik, umgangssprachlich „Schlupflid-OP") gehört zu den häufigsten und sichersten Eingriffen der Plastischen Chirurgie. Entscheidend für ein wirklich offenes Auge ist jedoch die richtige Diagnose: Nicht immer ist überschüssige Haut die Ursache.
Frau Prof. Kotsougiani-Fischer und Herr Prof. Fischer sind spezialisiert auf dem Gebiet der Lidchirurgie und können auf über 25 Jahre Plastische Chirurgie und über 12.000 Operationen zurückblicken. Sie haben zu neuen Therapieansätzen in der Lidchirurgie in der weltweit renommiertesten Fachzeitschrift für Plastische Chirurgie publiziert, unterrichten als OP-Instruktoren in anatomischen Operationskursen für ärztliche Kolleginnen und Kollegen und werden regelmäßig mit Vorträgen zur komplexen Lidchirurgie eingeladen.
Das AESTHETIKON-Prinzip
Jede Oberlidstraffung wird bei AESTHETIKON gemeinsam von Prof. Dr. Kotsougiani-Fischer und Prof. Dr. Fischer durchgeführt. Wer eine Technik unterrichtet, muss sie bis ins anatomische Detail beherrschen – davon profitieren unmittelbar unsere Patientinnen und Patienten.
Diagnose
„Machen Sie mir bitte die Schlupflider weg" – so beginnen viele Beratungsgespräche. Doch das schwere, verdeckte Auge hat nicht immer mit überschüssiger Lidhaut zu tun. Häufig sitzt das Problem an ganz anderer Stelle, und wenn dann nur Haut entfernt wird, bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück – oder das Auge wirkt sogar noch schwerer als vorher.
Für einen wirklich offenen Blick prüfen wir deshalb vor jeder Operation vier Ebenen: die Haut, den Lidhebermuskel, die Position der Augenbraue und das Volumen der Augenhöhle. Erst diese Analyse entscheidet, welcher Eingriff – oder welche Kombination – zum gewünschten Ergebnis führt.
Ebene 01 — Haut
Überschüssige Lidhaut hängt über den Lidrand
→ Oberlidstraffung: sparsame Entfernung von Haut, ggf. Muskel und Fett
Ebene 02 — Lidheber
Der Lidrand selbst steht zu tief (Ptosis)
→ Levatorkorrektur: Raffung der Levatoraponeurose, Neuverankerung am Tarsus
Ebene 03 — Augenbraue
Die Braue ist abgesunken und drückt das Lid nach unten
→ temporales Schläfenlift oder direktes Brauenlifting – oder minimalinvasiv: Brauenanhebung mit BTX
Ebene 04 — Volumen
Fehlendes Fett lässt das Auge leer und eingefallen wirken
→ Lipofilling mit Eigenfett in CELT-Technik statt Hautentfernung
Erst die Analyse aller vier Ebenen zeigt, welcher Eingriff das Auge tatsächlich öffnet – und wann Hautentfernung genau der falsche Weg wäre.
01 — Hautüberschuss
Die Oberlidstraffung (sog. Blepharoplastik, auch „Schlupflid-OP", „Oberlidkorrektur" oder „Lidkorrektur") gehört zu den am häufigsten durchgeführten und sichersten Eingriffen der Plastischen Chirurgie. Sie stellt eine effektive und nachhaltige Methode dar, um den Hautüberschuss und den Prolaps des Fettgewebes zu beseitigen und ein deutliches Ergebnis zu erreichen.
Vor der Operation erfolgt eine ausführliche Untersuchung Ihrer Augenpartie und das sogenannte „Anzeichnen" des zu operierenden Gebietes. Hierbei werden die zu entfernenden Strukturen vermessen und markiert; dazu wird häufig ein Kaliper verwendet, um eine präzise präoperative Anzeichnung zu erhalten. Der Hautschnitt verläuft entlang der natürlichen Linie der vorhandenen Oberlidfalte. Je nach individueller Anatomie werden sparsam und schonend Haut-, Muskel- und gegebenenfalls überschüssiges Fettgewebe entfernt und die Lider mit einer Hautnaht wieder verschlossen.
Moderne Lidchirurgie geht dabei bewusst zurückhaltend vor. Während früher aggressiv reseziert wurde, erhalten wir heute Volumen, wo es die Augenpartie stützt, und lagern Fett eher um, als es zu entfernen. Ein zu großzügig entferntes Oberlid lässt das Auge eingefallen und operiert wirken – und ist nur sehr schwer zu korrigieren.
02 — Lidheber
Bei einer Ptosis (Blepharoptosis) hängt nicht die Haut über den Lidrand – der Lidrand selbst steht zu tief. Ursache ist ein geschwächter Lidhebermuskel (Musculus levator palpebrae superioris) beziehungsweise eine ausgedünnte oder abgelöste Levatoraponeurose.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: Wird bei einer Ptosis lediglich Haut entfernt, bleibt das Auge weiterhin halb verdeckt. Die Operation war technisch korrekt – behandelt wurde nur die falsche Struktur. Deshalb prüfen wir vor jeder Oberlidstraffung die Lidheberfunktion und vermessen die Position des Lidrandes.
Über denselben Zugang wie bei einer Oberlidstraffung – in der natürlichen Oberlidfalte, also ohne zusätzliche sichtbare Narbe – wird die Levatoraponeurose dargestellt, gerafft und am Lidknorpel (Tarsus) neu verankert. Dadurch erreicht der Lidrand wieder seine physiologische Höhe.
Wir führen den Eingriff bevorzugt in örtlicher Betäubung durch: So können Sie während der Operation auf Aufforderung die Augen öffnen, und wir justieren die Lidhöhe unter Sichtkontrolle nach – ein wesentlicher Faktor für ein symmetrisches Ergebnis. Bei sehr schwacher Lidheberfunktion kommen andere Techniken infrage, etwa eine Aufhängung an den Stirnmuskel (Frontalissuspension).
Sehr häufig kombinieren wir Levatorkorrektur und Oberlidstraffung in einer Sitzung: Der Lidrand wird angehoben, der Hautüberschuss zugleich sparsam korrigiert. Erst diese Kombination ergibt einen wirklich offenen, wachen Blick.
03 — Augenbraue
Dies ist der Punkt, der in der Beratung am häufigsten übersehen wird – und der über Erfolg oder Enttäuschung entscheidet. Bei vielen Patientinnen und Patienten sitzt das Problem gar nicht am Lid, sondern darüber: Die Augenbraue ist mit den Jahren abgesunken und schiebt die Weichteile der Stirn über das Oberlid. Was dann wie ein Schlupflid aussieht, ist in Wahrheit eine tief stehende Braue.
Wird in dieser Situation eine reine Oberlidstraffung durchgeführt, passiert Folgendes: Der Hautüberschuss wird entfernt, die Braue sinkt jedoch weiter ab. Der Abstand zwischen Braue und Wimpernkranz verkürzt sich zusätzlich, der Blick wirkt gedrückt statt geöffnet – und für eine spätere Brauenkorrektur fehlt womöglich die nötige Haut. Jüngste Studien zeigen zudem, dass Form und Höhe der Augenbrauen einen maßgeblichen Einfluss darauf haben, wie ein Mensch von seinem Umfeld wahrgenommen wird.
Deshalb beurteilen wir immer zuerst die Brauenposition – und heben die Braue an, wo sie hingehört, bevor wir über Hautentfernung sprechen. Dafür stehen uns mehrere Wege offen:
Über kleine Zugänge im behaarten Schläfenbereich wird das Gewebe der äußeren Braue angehoben und neu verankert. Das Verfahren wirkt vor allem auf das seitliche Brauendrittel, öffnet den äußeren Augenwinkel und mildert Krähenfüße – mit Narben, die vollständig im Haaransatz verborgen bleiben.
Hier wird ein schmaler Hautstreifen unmittelbar oberhalb der Braue entfernt und die Braue direkt angehoben. Der Effekt ist sehr präzise steuerbar und der Eingriff schonend in örtlicher Betäubung durchführbar – besonders geeignet bei ausgeprägtem, einseitigem Brauentiefstand, bei kräftiger Brauenbehaarung, in die sich die Narbe einfügt, sowie für Patientinnen und Patienten, bei denen ein größerer Eingriff vermieden werden soll.
Auch ohne Operation lässt sich die Braue anheben. Durch die gezielte Entspannung der brauenabsenkenden Muskulatur im äußeren Augenringmuskel und in der Glabella gewinnt der Brauenheber die Oberhand – die Braue hebt sich um einige Millimeter, der Blick wirkt offener. Der Effekt ist dezent und hält etwa drei bis vier Monate. Für viele ist das der ideale Einstieg: Sie sehen, wie ein geöffneter Blick bei Ihnen aussieht, bevor Sie sich für einen operativen Schritt entscheiden.
In der Beratung beurteilen wir die Brauenposition, die Höhe des Lidrandes, die Funktion des Lidhebers, den tatsächlichen Hautüberschuss, den Abstand zwischen Braue und Wimpernkranz sowie das vorhandene Volumen der Augenhöhle. Erst daraus ergibt sich, ob eine Oberlidstraffung allein genügt oder ob eine Levatorkorrektur, eine Brauenanhebung, ein Volumenaufbau mit Eigenfett oder eine Kombination sinnvoll ist.
Weil bei uns zwei Professoren gemeinsam operieren, lassen sich diese Schritte sicher in einer Sitzung verbinden – mit nur einer Narkose und einer Ausfallzeit.
04 — Volumen
Es gibt eine Situation, in der eine Oberlidstraffung genau das Falsche wäre: das leer wirkende Auge. Hier ist nicht zu viel Gewebe vorhanden, sondern zu wenig. Mit den Jahren – oder auch anlagebedingt – schwindet das Fettpolster der Augenhöhle, der Knochen der Orbita baut sich zurück. Das Auge sinkt optisch nach hinten, die Oberlidfurche vertieft sich zu einer sichtbaren Rinne, das Lid wirkt dünn und papierartig, der Blick müde und eingefallen.
Der Unterschied ist entscheidend: Ein schweres Auge braucht Reduktion, ein leeres Auge braucht Aufbau. Wird bei einem leeren Auge Haut oder gar Fett entfernt, verstärkt sich das ausgezehrte Erscheinungsbild – und das lässt sich nur sehr schwer wieder korrigieren. Nicht selten bestehen beide Anteile gleichzeitig: außen etwas Hautüberschuss, innen eine deutliche Einsenkung. Dann wird sparsam gestrafft und gleichzeitig Volumen ersetzt.
Zum Volumenaufbau in der Augenregion verwenden wir körpereigenes Fett. Es wird durch eine schonende Liposuktion an einer geeigneten Körperstelle gewonnen, sorgfältig aufbereitet und in sehr feinen Portionen präzise in die eingesunkenen Bereiche eingebracht – etwa in die vertiefte Oberlidfurche, an den Übergang zur Braue oder in die Schläfenregion, deren Abflachung den Blick zusätzlich müde wirken lässt.
Idealerweise erfolgt der Eigenfetttransfer als CELT (Cell Enriched Lipotransfer): Dabei wird das Fett mit körpereigenen regenerativen Zellen angereichert. Das verbessert die Durchblutung und die Einheilung des transplantierten Fetts und wirkt zugleich regenerativ auf die dünne Lidhaut – die Hautqualität in der Augenregion profitiert also mit.
Eigenfett hat gegenüber Fillern in dieser Region klare Vorteile: Es ist körpereigen, integriert sich als lebendes Gewebe und bleibt nach erfolgreicher Einheilung dauerhaft erhalten. Ein Teil des transplantierten Fetts wird in den ersten Monaten natürlicherweise wieder abgebaut, weshalb gelegentlich eine Auffüllung sinnvoll ist. Gerade in der empfindlichen Augenregion arbeiten wir bewusst zurückhaltend und in kleinen Schritten – lieber ein zweites Mal nachlegen als einmal zu viel.
Spezialverfahren
Etwa die Hälfte aller Menschen ostasiatischer Herkunft hat von Natur aus keine oder nur eine sehr niedrige Oberlidfalte – das sogenannte „Monolid". Die Doppelfaltenbildung (Double Eyelid Surgery, Asian Blepharoplasty) legt eine definierte, natürlich wirkende Oberlidfalte an und öffnet den Blick, ohne den ethnischen Charakter des Auges zu verändern. Ziel ist ausdrücklich nicht die „Europäisierung", sondern eine harmonische Falte, die zu Ihren Gesichtszügen passt.
Je nach Anatomie und Wunsch führen wir den Eingriff als schnittfreie Fadenmethode (nahtbasierte Technik ohne Hautschnitt, mit kürzerer Heilung) oder als offene Schnitttechnik (dauerhaft stabile Falte, zugleich Korrektur von Hautüberschuss und Fettgewebe) durch.
Häufig besteht zusätzlich eine Epikanthusfalte – eine kleine Hautfalte am inneren Augenwinkel, die das Auge kürzer und enger stehend wirken lässt. Die Epikanthoplastik öffnet den inneren Lidwinkel gezielt und verlängert die sichtbare Lidspalte. In Kombination mit der Doppelfaltenbildung entsteht ein offener, ausgewogener Blick bei möglichst unauffälliger Narbenführung im natürlichen Lidwinkel.
Einblicke & Ergebnisse
Ablauf & Nachsorge
Die Oberlidstraffung dauert etwa 45 bis 60 Minuten und kann sowohl in Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose durchgeführt werden – je nach individuellem Patientenwunsch und den anatomischen Gegebenheiten. Der zum Hautverschluss verwendete Faden ist nicht-resorbierbar und verbleibt zur Stabilisierung der Wunde für einige Tage in der Haut. Damit dieser nicht stört, wird er sorgfältig gekürzt und mit sterilen Pflasterstreifen an der Haut befestigt.
Nach der Operation sollten Sie sich ca. 3 bis 7 Tage schonen, bevor Sie wieder voll im Alltag durchstarten können. Die Augenpartie sollte stets gekühlt werden, um Schwellungen oder blaue Flecken zu reduzieren – hierzu erhalten Sie von uns direkt im Anschluss ein Kühlpad (eine Kühlbrille). Der Fadenzug erfolgt nach ca. 5 bis 7 Tagen. Auf Sport, Saunagänge oder Sonnenbaden sollte für mindestens 2 Wochen verzichtet werden. Arbeiten am Laptop oder Handy sind in den ersten 3 bis 5 Tagen erschwert; hinzu kommt eine anfängliche Lichtempfindlichkeit, die im Lauf der ersten Wochen wieder verschwindet. Bei vermehrtem Tränenfluss sollte zur Nacht in den ersten 6 Wochen Salbe aufgetragen werden.
Für ein möglichst unauffälliges Ergebnis empfehlen wir nach dem Fadenzug eine konsequente Narbenpflege mit Silikongel über mehrere Wochen – es hält die Narbe geschmeidig und beugt einer überschießenden Narbenbildung vor. Ebenso wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz: Die frischen Narben sollten für mehrere Monate mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50–100) geschützt werden, da UV-Strahlung frische Narben dunkel verfärben kann.
Bringen Sie am Tag Ihrer Operation eine Sonnenbrille mit! So lässt sich die Lidstraffung beim Verlassen der Praxis elegant verstecken und Sie schützen Ihre frischen Narben vor der Sonneneinstrahlung.
Etwa 4 Wochen nach der Operation sind die Lider meist vollständig abgeheilt und abgeschwollen, und Sie dürfen sich wieder uneingeschränkt schminken. Das endgültige Ergebnis ist erst 3 bis 4 Monate nach der Oberlidplastik zu sehen.
Kosten
Eine Oberlidstraffung ist bei uns ab 2.500 € möglich. Der endgültige Preis richtet sich nach Ihrer Anatomie und danach, welche operativen Schritte tatsächlich notwendig sind – etwa eine zusätzliche Levatorkorrektur, eine Fettumlagerung oder eine Brauenanhebung.
Unsere Kostenvoranschläge beinhalten die Anästhesie, das Operationsteam, die Materialien und Medikamente sowie die Nachsorge, damit keine versteckten Kosten auf Sie zukommen. Gerne erstellen wir nach einem ausführlichen und individuellen Beratungsgespräch einen Kostenplan für Sie. Eine Finanzierung über externe Finanzdienstleister ist möglich.
Wir behandeln ausschließlich Selbstzahlerinnen und Selbstzahler sowie Privatpatientinnen und Privatpatienten. Anträge bei gesetzlichen Krankenkassen stellen wir nicht. Bei Privatversicherten ist in Ausnahmefällen eine Kostenbeteiligung durch die private Krankenversicherung möglich – etwa bei nachweisbarer Gesichtsfeldeinschränkung oder einer funktionellen Störung wie einer Ptosis. Die Entscheidung trifft immer Ihre Versicherung.
FAQ
Wahrscheinlich nicht – im Gegenteil. Wirkt das Auge leer, ist meist nicht zu viel Gewebe vorhanden, sondern zu wenig: Das Fettpolster der Augenhöhle schwindet, die Oberlidfurche vertieft sich zu einer Rinne, das Lid wirkt dünn und der Blick müde. Würde man hier Haut oder Fett entfernen, verstärkte sich das ausgezehrte Erscheinungsbild – und das ist nur schwer wieder zu korrigieren. Richtig ist hier der Volumenaufbau mit Eigenfett (Lipofilling in CELT-Technik). Häufig bestehen beide Anteile gleichzeitig; dann straffen wir sparsam und ersetzen zugleich Volumen.
CELT steht für Cell Enriched Lipotransfer – einen Eigenfetttransfer, bei dem das gewonnene Fett mit körpereigenen regenerativen Zellen angereichert wird. Das verbessert Durchblutung und Einheilung und wirkt zugleich regenerativ auf die dünne Lidhaut. Gegenüber Fillern hat Eigenfett in dieser Region klare Vorteile: Es ist körpereigen, integriert sich als lebendes Gewebe und bleibt nach erfolgreicher Einheilung dauerhaft erhalten. Ein Teil des transplantierten Fetts wird in den ersten Monaten natürlicherweise abgebaut, weshalb gelegentlich eine Auffüllung sinnvoll ist. Wir arbeiten in dieser empfindlichen Region bewusst in kleinen Schritten.
Ein einfacher Selbsttest gibt einen ersten Hinweis: Heben Sie im Spiegel mit einem Finger die Augenbraue leicht an. Öffnet sich der Blick dadurch deutlich, liegt die Ursache wahrscheinlich in der Brauenposition. Bleibt der Lidrand auch dann tief über der Pupille, spricht das für eine Ptosis. Legt sich lediglich überschüssige Haut in eine Falte, steht der Hautüberschuss im Vordergrund. Der Test ersetzt keine Untersuchung – im Beratungsgespräch vermessen wir Lidrandhöhe, Lidheberfunktion und den Abstand zwischen Braue und Wimpernkranz.
Beim Schlupflid hängt überschüssige Haut über den Lidrand – der Lidrand selbst steht normal. Bei einer Ptosis steht der Lidrand selbst zu tief, weil der Lidhebermuskel beziehungsweise seine Sehne geschwächt ist. Die Behandlung ist jeweils eine andere: Beim Schlupflid wird Haut entfernt, bei der Ptosis der Lidhebeapparat gerafft (Levatorkorrektur). Wird eine Ptosis mit einer reinen Hautstraffung behandelt, bleibt das Auge halb verdeckt.
Weil die Reihenfolge das Ergebnis bestimmt. Ist die Braue abgesunken, schiebt sie Stirngewebe über das Oberlid – was wie ein Schlupflid aussieht, ist dann eine Brauenfehlstellung. Entfernt man in dieser Situation zuerst Lidhaut, verkürzt sich der Abstand zwischen Braue und Wimpernkranz zusätzlich, der Blick wirkt gedrückt, und für eine spätere Brauenkorrektur fehlt unter Umständen die nötige Haut. Deshalb beurteilen wir immer zuerst die Brauenposition.
Ja. Durch die gezielte Entspannung der brauenabsenkenden Muskulatur mit BTX lässt sich die Braue um einige Millimeter anheben, wodurch der Blick offener wirkt. Der Effekt ist dezent und hält etwa drei bis vier Monate. Für viele ist das ein guter erster Schritt: Sie sehen, wie ein geöffneter Blick bei Ihnen wirkt, bevor Sie sich für eine Operation entscheiden. Bei ausgeprägtem Brauentiefstand stößt das Verfahren allerdings an seine Grenzen – dann ist ein Schläfenlift oder ein direktes Brauenlifting die wirksamere Lösung.
Beim temporalen Schläfenlift erfolgen die Zugänge im behaarten Schläfenbereich; angehoben wird vor allem das seitliche Brauendrittel, und die Narben bleiben vollständig im Haaransatz verborgen. Beim direkten Brauenlifting wird ein schmaler Hautstreifen unmittelbar oberhalb der Braue entfernt – der Effekt ist sehr präzise steuerbar, der Eingriff schonend in örtlicher Betäubung möglich, die feine Narbe liegt am Brauenoberrand. Welches Verfahren besser passt, hängt von Ihrer Anatomie, der Brauenbehaarung und dem gewünschten Ausmaß der Anhebung ab.
Ja. Oberlidstraffung, Levatorkorrektur und Brauenanhebung lassen sich sicher in einer Sitzung kombinieren – Sie haben dann nur eine Narkose und eine Ausfallzeit. Möglich ist das, weil bei AESTHETIKON beide Professoren gemeinsam operieren: Vier Hände arbeiten parallel, was die Operationszeit deutlich verkürzt. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Untersuchung.
Die Oberlidstraffung gehört zu den am häufigsten durchgeführten und sichersten Eingriffen der Plastischen Chirurgie. Wie bei jeder Operation sind Schwellungen, Blutergüsse, vorübergehende Trockenheit der Augen oder eine leichte Asymmetrie möglich. Über alle verfahrensspezifischen Risiken und Komplikationen klären wir Sie im persönlichen Gespräch vollständig auf und finden gemeinsam mit Ihnen den Weg zur sichersten Operation mit dem effektivsten Ergebnis.
Die Schnittführung verläuft exakt in der natürlichen Oberlidfalte. Nach vollständiger Abheilung ist die Narbe bei geöffnetem Auge in der Falte verborgen und für andere praktisch nicht erkennbar. Auch die Levatorkorrektur erfolgt über denselben Zugang, sodass keine zusätzliche Narbe entsteht.
Es gibt keine feste Altersgrenze – entscheidend ist der Befund. Die Augenregion beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr zu altern, und bei genetisch bedingten Schlupflidern stellen sich Patientinnen und Patienten teils schon Ende zwanzig vor. Die meisten sind zwischen 40 und 65 Jahren alt. Ein Höchstalter gibt es nicht; wichtiger als das Alter ist ein guter Allgemeinzustand.
Das ist die häufigste Sorge – und der Grund, warum wir bewusst sparsam operieren. Ein zu großzügig entfernter Hautanteil oder ein zu aggressives Vorgehen am Fettgewebe kann das Auge eingefallen und operiert wirken lassen. Moderne Lidchirurgie geht deshalb zurückhaltend vor, erhält Volumen und lagert Fett eher um, als es zu entfernen. Ziel ist, dass Sie aussehen wie Sie – nur wacher und ausgeruhter.
Kontaktlinsen in der Regel ab der zweiten Woche, sofern die Augen reizfrei sind – tragen Sie bis dahin bitte eine Brille. Mit dem Schminken warten Sie bitte, bis die Lider vollständig abgeheilt sind, meist etwa vier Wochen nach der Operation. Den genauen Zeitpunkt legen wir bei den Kontrollterminen individuell fest.
Medizinisch geprüft durch
Prof. Dr. med. Dimitra Kotsougiani-Fischer
Fachärztin für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professorin, Universität Heidelberg
Prof. Dr. med. Sebastian Fischer, MHBA
Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie · APL-Professor, Universität Heidelberg
Die Inhalte dieser Seite wurden von unseren Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie fachlich geprüft. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch.
Termin
In einem persönlichen Beratungsgespräch analysieren Prof. Kotsougiani-Fischer und Prof. Fischer Ihre Augenpartie – Haut, Lidheber, Brauenposition und Volumen – und entwickeln gemeinsam Ihr individuelles Konzept für einen wachen, natürlichen Blick.